Wiederverheiratet Geschiedene

Im Fol­gen­den doku­men­tie­ren wir den Text der Erklä­rung   (Mai 2012)


Wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­dene in unse­rer Kirche

Mit dem Thema „Wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­dene“ grei­fen wir aus den The­men des Memo­ran­dums der Theo­lo­gen ein beson­ders bren­nen­des Anlie­gen her­aus, das kei­nen Auf­schub mehr duldet.

Wir ver­bin­den uns dabei mit Initia­ti­ven, die z. T. schon seit Jahr­zehn­ten die­ses Thema als ein für die Pas­to­ral drän­gen­des Pro­blem benen­nen, wie z.B.:

  • Die Würz­bur­ger Syn­ode 1975
  • Die Bischöfe der Ober­rhei­ni­schen Kir­chen­pro­vinz 1993
  • Die KFD nach dem Papst­be­such in Deutsch­land 2011
  • Ebenso das Buch von Eber­hard Scho­cken­hoff: Chan­cen  zur Ver­söh­nung? Die Kir­che und die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, Frei­burg 2011

In all die­sen Doku­men­ten und Ver­öf­fent­li­chun­gen sind viel­fäl­tige Gründe benannt, wes­halb man Men­schen, die nach ihrer Schei­dung eine neue Bin­dung ein­ge­hen, eine große Wert­schät­zung ihrer neu ein­ge­gan­ge­nen Bin­dung und Treue  ent­ge­gen­brin­gen muß und sie nicht vom Emp­fang der Sakra­mente aus­schlie­ßen darf.

Sagen was ist!

Wir brin­gen mit unse­rer Unter­schrift zum Aus­druck, dass wir uns in unse­rem pas­to­ra­len Han­deln gegen­über wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen von der Barm­her­zig­keit lei­ten las­sen (salus ani­ma­rum suprema lex). Uns ist bewusst, dass wir damit oft gegen der­zeit gel­tende kir­chen­recht­li­che Vor­schrif­ten der römisch-katholischen Kir­che handeln.

Wir tra­gen damit aber der Gewis­sens­ent­schei­dung der betrof­fe­nen Men­schen und ihrer sich dar­aus ent­wi­ckeln­den Lebens­si­tua­tio­nen Rechnung.

In unse­ren Gemein­den gehen wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­dene mit unse­rem Ein­ver­ständ­nis zur Kom­mu­nion und emp­fan­gen das Buß­sa­kra­ment und die Kran­ken­sal­bung. Sie sind tätig als Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im PGR, in der Kate­chese und in ande­ren Diensten.

Bis­her leben wir die­sen Spa­gat in der Hoff­nung, dass es bald zu einer Ent­schei­dung kommt, die die­sen Men­schen offi­zi­ell  und ohne Dis­kri­mi­nie­rung einen evangeliums­gemäßen Platz in unse­rer Kir­che gibt.

Wir hal­ten eine Neu­re­ge­lung um der Men­schen und unse­rer Kir­che wil­len für drin­gend not­wen­dig  und wol­len die­sen Spa­gat nicht län­ger auf­recht erhal­ten und durchtragen.

Pries­ter und Dia­kone der Erz­diö­zese Freiburg

Unter­schrif­ten

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