Ein neuer Bischof für Freiburg – Künftige Bischofsbestellung

Unter den Teil­neh­mern an den Regio­nal­tref­fen der Pries­ter und Dia­kone in Sin­gen und Karls­ruhe besteht Ein­ver­neh­men, dass bei der Bestel­lung eines neuen Bischofs künf­tig „das Volk Got­tes“ wesent­lich betei­ligt wer­den muss. Um Trans­pa­renz und Akzep­tanz bei den Men­schen zu errei­chen, muss die Mit­wir­kung der Räte beim gesam­ten Pro­zess der Kandidaten­findung und der Wahl fest­ge­schrie­ben werden.

Für den in der Erz­diö­zese Frei­burg aktu­ell statt­fin­den­den Pro­zess zur Bestel­lung des Nach­fol­gers von Erz­bi­schof Zol­litsch erwar­ten die Pries­ter und Dia­kone, dass die Räte (Diö­ze­san­pas­to­ral­rat, Diö­ze­san­rat und Pries­ter­rat) jetzt schon in die Dis­kus­sion über die Kan­di­da­ten­liste mit ein­be­zo­gen wer­den, bevor die Wahl durch das Dom­ka­pi­tel erfolgt.

Bei der Bestel­lung eines künf­ti­gen Diö­ze­san­bi­schofs und zur Fin­dung eines geeig­ne­ten Kan­di­da­ten sol­len fol­gende Vor­aus­set­zun­gen unbe­dingt berück­sich­tigt werden:

Von einem Bischof wird erwar­tet, dass er …

  • nahe bei den Men­schen und Seel­sor­ger ist,

  • Erfah­run­gen aus der Seel­sorge mitbringt,

  • nicht spal­tet son­dern integriert,

  • dia­lo­gisch lei­tet und nicht autoritativ,

  • den Pro­zess der Diö­ze­san­ver­samm­lung auf­greift und fortführt,

  • die Anlie­gen der diö­ze­sa­nen Räte auf­nimmt und mitträgt,

  • syn­odale Struk­tu­ren fördert,

  • eine breite Akzep­tanz im Kir­chen­volk besitzt.